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Ketogene Ernährung bei metastasiertem Brustkrebs – Ein Erfahrungsbericht


Wie schnell die Zeit rückblickend doch vergangen ist, seit ich Anfang 2011,

im Alter von 42 Jahren, an einem aggressiven Brustkrebs erkrankt bin. Den

Knoten in der linken Brust habe ich selbst getastet und danach folgte ein

Untersuchungsmarathon im Gefühlschaos. Der Schock über die Diagnose

war in unserer ganzen Familie riesengroß! Ich hatte Angst, meine beiden

Töchter gerade einmal 11 und 13 Jahre alt, nicht mehr lange auf ihrem Weg

begleiten zu können.


Der Diagnose folgten 16 Zyklen Chemotherapie, eine beidseitige Mastektomie

(Brustamputation) inklusive Entfernung von befallenen Lymphknoten in der

Axilla, 28 Bestrahlungen, eine Antihormon- und Antikörpertherapie, sowie

eine Hysterektomie (die Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken).

Zahlreichen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Polyneuropathien, dem verfrühten

Einsetzen der Wechseljahre, Schlaflosigkeit, Ängsten und einigen anderen

konnte ich mithilfe meiner langjährigen Yoga- und Meditationspraxis

begegnen und sie abmildern. Als ausgebildete Yogalehrerin wusste ich, auch

mit den Folgen der Operation und Bestrahlung umzugehen und passende

Asanas zu nutzen.


Trotz aller Therapien erkrankte ich 2014 an Knochenmetastasen im rechten

Schulterblatt und entlang der gesamten Wirbelsäule! Der Schock war noch

größer als zuvor: eine unheilbar erkrankte Palliativpatientin war ich nun.

Es ging nicht mehr um Heilung, sondern um bestmögliche Verlängerung

des Überlebens. Eine erneute 6 zyklige Chemotherapie, gefolgt von der

regelmäßigen Gabe dreier verschiedener Antikörper und eine umgestellte

Antihormontherapie sind bis heute ein fester Bestandteil meines Lebens.


Für mich war spätestens zu diesem Zeitpunkt klar, dass ich neben dem

Einsatz von Schulmedizin, Sport, Yoga, Meditation noch etwas zusätzlich

tun musste, um die Wirksamkeit der Therapien optimal zu unterstützen.

Ich stand mit dem Rücken zur Wand, denn die Schulmedizin allein sagte

ein mittleres progressionsfreies Überleben von 15 Monaten voraus.

Das war mir definitiv nicht genug.


Von der ketogenen, einer fast kohlenhydratfreien, dafür fettreichen

Ernährung hatte ich schon bei meiner ersten Diagnose gehört, doch mich

(leider) nicht herangewagt. Doch nun hatte ich nichts mehr zu verlieren

und so fingen mein Mann und ich an, uns in die entsprechende

wissenschaftliche Fachliteratur verschiedener Humanbiologen einzulesen.

Nach ausgiebiger Recherche waren wir beide absolut von der beschriebenen

Wirkweise der Ernährung überzeugt. Ich nahm zudem Kontakt zu anderen

krebskranken Ketariern auf, die mir einige sehr positive Erfahrungen

berichten konnten. So verbannte ich alle “ungeeigneten“ Nahrungsmittel

aus dem Vorratsschrank und tue es konsequent bis heute.


Die tägliche Aufnahme der gesamten Kalorien setzt sich bei dieser

Ernährungsform wie folgt zusammen: 80 % Fett, 15 % Eiweiß und 5%

Kohlenhydrate. Ohne dass ich hier auf die genaue Erläuterung der

ketogenen Ernährung und auf den Stoffwechsel einer Krebszelle

näher eingehen möchte, sei doch kurz erwähnt, dass die Wissenschaftler,

die diese Ernährung bei Krebs empfehlen, davon ausgehen, dass die

Krebszelle schnell verfügbare Kohlenhydrate zum Wachstum benötigt

und somit von einem Glucosestoffwechsel profitiert. Ernährt man sich

dagegen ketogen, so befindet sich der Körper in einem Fettstoffwechsel.

Die dabei in der Leber produzierten Ketonkörper können von der

Krebszelle kaum genutzt werden und wirken zudem entzündungs-

hemmend auf den Organismus.


Meine metastasierte Erkrankung ist seither - um ein Vielfaches länger, als

damals prognostiziert - ohne Progress, man spricht sogar zwischenzeitlich

von Komplettremission, was in meiner Situation sicher nicht die Regel ist.


Ich bin davon überzeugt, dass diese Ernährungsweise, mein täglicher Sport,

Yoga und Meditation meine schulmedizinische Behandlung sinnvoll

unterstützt und vielleicht sogar Resistenzbildungen gegen die Therapien

verhindert. Begeistert von der Ernährungsform habe ich eine eigene Website (www.steffis-ketokitchen4health.jimdo.com) entwickelt, auf der ich meine

Geschichte, Tipps und leckere Rezepte zur ketogenen Ernährung u.v.m. mit

anderen Betroffenen teilen möchte.


Ich hoffe und wünsche mir, dass Menschen mit einer Krebsdiagnose, ihren

persönlichen Weg finden, mit der Erkrankung umzugehen und das Leben

immer wieder zu genießen. Schön wäre es, wenn die Schulmedizin sich dem

ketogenen Ernährungsansatz öffnen und deren Potential erkennen würde.


In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Gesundheit und Namaste,

Eure Stefanie Ebenfeld

INSPIRA GmbH

Zollstockgürtel 59, Haus 2 - Loft 11, 50969 Köln

Telefon: 02236.393093 

Email: info@yoga-und-krebs.de

Sitz Köln, HRB 104335, Amtsgericht Köln,

Geschäftsführerin: Gabriele Kammler

USt.-ID 338401138

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